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Datenanalyse statt Faschingstreiben

Startsprungdiagnostik beim SC Delphin

In diesem Jahr nutzten die Wettkampfsportler des SC Delphin Ingolstadt die bayerischen Faschingsferien für eine ganz besondere Einheit- die spezifische Leistungsdiagnostik. Neben dem regulären Heimtraining stand ein Besuch des Stuttgarter Unternehmers Matthias Schmitzler auf dem Programm, der eine mobile Kraftmessplatte zur Analyse von Startsprüngen entwickelt hat.

 

Detaillierte Datenerhebung am Beckenrand

Die Diagnostik erstreckte sich über zwei Schwimmeinheiten und einen Theorieteil. In der ersten Phase wurden die Startsprünge mittels Videoaufnahmen über und unter Wasser dokumentiert. Parallel dazu erfasste die Kraftmessplatte die beim Absprung vom Block und vom Keil wirkenden Kräfte in Newton. Eine spezialisierte Software stellte diese Werte in Graphen dar, während ergänzend die Zeiten auf der 15-Meter-Strecke genommen wurden.

 

Theoretische Vertiefung und Korrektur

In der Mittagspause analysierten Trainer Horst Weinholz und Matthias Schmitzler die ersten Ergebnisse, die anschließend per Großbildschirm mit den Schwimmern besprochen wurden. Schwerpunkte der Theorieeinheit waren die Grundstellung auf dem Block sowie die Stabilität während des Absprungs. Vor der zweiten Wassereinheit wurden zudem Trockenübungen durchgeführt, um den Einsatz von Schwung- und Sprungbein zu koordinieren.

 

Ergebnisse und langfristige Auswertung

In der abschließenden Trainingseinheit wurden die besprochenen Korrekturen praktisch umgesetzt und durch erneute Messungen überprüft. Die Auswertung zeigte bei einem Großteil der Sportler eine Steigerung der Kraftwerte beim Abdruck, was sich in einer Verbesserung der 15-Meter-Zeiten um mehrere Zehntelsekunden widerspiegelte. Gleichzeitig verdeutlichte die Analyse weiteren Trainingsbedarf in den Flug- und Eintauchphasen.

 

Die gesammelten Daten wurden den Sportlern einige Wochen später als Handouts zur Verfügung gestellt. Diese enthalten individuelle Fehleranalysen und Verbesserungsvorschläge für das weitere Training. Trainer Horst Weinholz hob die Komplexität der Untersuchung hervor, die den Schwimmern ein direktes Feedback zu ihrer Technik ermöglichte.

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